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Mein Antrag auf Kostenübernahme der Liposuktion bei Lipödem

Mein Antrag auf Kostenübernahme der Liposuktion bei Lipödem

Blogbeitrag #3

In diesem Beitrag möchte ich meinen Antrag auf Kostenübernahme der Liopsuktion bei Lipödem mit dir teilen. Ich denke es geht aus meinen Schilderungen deutlich hervor, warum ich mich für die operative Behandlung meines Lipödems entschieden habe. Dennoch ist mir zu Beginn nochmal wichtig zu erwähnen, dass der nachfolgende Text nur meine individuelle Erfahrung und meine daraus resultierende Meinung widerspiegelt. Er soll dir meine Situation veranschaulichen und dir einen Einblick in meine Gedanken und Emotionen geben. Die Erkrankung Lipödem wirkt sich bei jeder Betroffenen sehr individuel aus, ist mit unterschiedlichen Symptomen und Erfahrungen sowie Reaktionen des Umfelds verbunden, dass ich hier keine keine Verallgemeinerungen treffen kann und möchte. Es ist mir wichtig, dass du dich durch den nachfolgenden Text nicht angegriffen oder schlecht fühlst, wenn du Schmerzen oder Folgeerkrankungen hast, die ich nicht habe und im Text als nicht erstrebenswert beschreibe. Außerdem ist es genauso legitim, wenn es für dich der richtige Weg ist, dein Lipödem mit Kompressionsbestrumpfung und Manueller Lymphdrainage zu behandeln. Die Operation ist  lediglich für mich die beste Lösung aber das muss nicht für alle so sein. Ich habe mich dazu entschieden, diesen sehr sensiblen und persönlichen Text mit dir zu teilen, weil ich hoffe, dass du dich damit nicht mehr so alleine fühlst. Außerdem hoffe ich, dass ich Frauen eine Inspiration sein kann, die gerade vor der großen Aufgabe stehen, selbst ihren Antrag zu schreiben. Ich hoffe es kann dir als Orientierungshilfe dienen, an der du dich langhangeln kannst, wenn du nicht weißt wie du anfangen oder weitermachen sollst. Damit du einfach mal gesehen hast, wie so ein Antrag aussehen kann, denn das hätte ich mir damals sehr gewünscht und leider nicht gefunden. Kurz noch zur zeitlichen Einordung: den Antrag habe ich im August 2020 geschrieben. Wenn du wissen möchtest, wann und wie ich meine Diagnose bekommen habe, dann schau bitte hier in meinem letzten Beitrag vorbei, dort habe ich den zeitlichen Ablauf nochmal im Detail erklärt. Alles rund um meinen Weg von meinem Wunsch bis zu den tatsächlichen Liposuktionen werde ich in einem der nächsten Beiträge mit dir teilen. So nachfolgend jetzt aber zu meinem Antrag:

„Hallo liebes Krankenkassen Team. Mein Name ist Sarina und ich habe ein Lipödem im Stadium 1. „Stadium 1?“ denken Sie nun… Das ist klar, der Antrag muss gar nicht durchgelesen werden, der wird auf jeden Fall abgelehnt. Aber Moment! Da liegt meiner Meinung nach schon das erste Problem: die Einteilung der verschiedenen Stadien aufgrund des äußerlichen Erscheinungsbildes. Es ist Ihnen mit Sicherheit bekannt, dass die Ausprägung der Schmerzen von Frauen mit Lipödem nicht anhand der Stadien festzumachen ist. Frauen im Stadium 1 haben oftmals schon länger und/ oder sehr viel mehr Schmerzen als bspw. Frauen im Stadium 2. Ich möchte Ihnen daher auf den folgenden Seiten meine eigene Geschichte erzählen:

Am 16. Oktober 2019 bekam ich die Diagnose Lipödem. Um welche Krankheit es sich hier handelt muss ich Ihnen mit Sicherheit nicht erklären. Ich bin mir sicher, dass Sie in den letzten Jahren schon einige dieser Anträge erhalten haben und sich mit der Thematik bereits befasst haben.) Zu diesem Zeitpunkt, also im Oktober letztes Jahr, hatte ich bereits drei Jahre Schmerzen an den Beinen und seit kurzem auch an den Armen. Wie Sie meiner Krankenakte entnehmen können war ich diesbezüglich in den besagten drei Jahren bereits bei über zehn Ärzten mit teilweise unterschiedlichen Fachrichtungen. Dies stellte selbstverständlich zum einen, einen enormen Zeitaufwand dar. Zum anderen aber auch eine sehr starke psychische Belastung. Sie müssen sich vorstellen, meine Beinschmerzen waren für mich lange Zeit sehr undefinierbar. Ich konnte die Schmerzen weder genau beschreiben noch genau lokalisieren. Dementsprechend schwer war es auch für die Ärzte, die Ursache dafür herauszufinden. 3 Jahre wurde hinter meinen Beinschmerzen ein neurologisches Problem vermutet. So suchte ich regelmäßig verschiedene Neurologen auf, die sich allerdings auch nie einig waren. Das Gefühl zu wissen, dass mit dem eigenen Körper etwas nicht stimmt und keine Begründung dafür zu bekommen, ist auf Dauer äußerst belastend. Über Jahre musste ich mit dieser Ungewissheit leben. Da ist es normal, dass man anfängt vom Schlimmsten auszugehen. Als dann noch die gleichen Schmerzen in den Armen losgingen fing ich an komplett an mir zu zweifeln, weil ich dachte das kann noch jetzt nicht sein, die Schmerzen waren doch immer nur in den Beinen. Andere Symptome des Lipödems hatte ich zu dieser Zeit auch schon lange, aber ich wusste nicht, dass sie mit meinen Schmerzen in Verbindung stehen. So erklärte ich mir meine starke Druckempfindlichkeit damit, dass ich einfach sensibel sei. Blaue Flecken? Ja das ist doch normal, dachte ich mir. Und die styroporartigen Knötchen unter der Haut sind halt bei mir so. Auch das sich meine Beine so schwer anfühlten dachte ich sei normal, wenn sie eben dicker sind. Und was ist eigentlich mit der Tatsache, dass ich stetig Gewicht zunahm trotz gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport? Insgesamt denke ich, dass sich das Lipödem bei mir sehr langsam entwickelt hat. Wenn ich mich jetzt versuche zurück zu erinnern, dann würde ich sagen, dass meine Beine anfingen immer dicker und delliger zu werden, als ich 15/16 Jahre alt war. Seit ich mich zurückerinnern kann, sind meine Beine meine größte Unsicherheit. Ich konnte mich nie so annehmen, wie ich bin. Ich habe immer gegen meinen Körper gearbeitet. Wenn ich mir jetzt Bilder anschaue, wo ich weiß, dass ich damals dachte ich hätte dicke Beine, kann ich es nicht mehr verstehen. Damals waren meine Beine im Vergleich zu heute so dünn und ich wäre froh, wieder an dem Punkt zu sein, an dem ich damals schon so hilflos und unglücklich war. Mein Kopf sagt mir ständig, dass ich viel zu dick bin, um irgendwas erreichen zu können. Der Gedanke sitzt schon so tief, dass ich oft an nichts anderes denken kann, als „Jeder schaut gerade auf meine Beine.“ Jedes Mal, wenn ich ein Foto von mir sehe, will ich einfach nur weinen, weil ich mich so hässlich finde. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue geht es mir ähnlich. Auch von meinem Umfeld bekam ich seit Jahren immer wieder zu hören, dass ich schon wieder zugenommen hätte. Diese ganzen Dinge machen etwas mit einem. Sie führen zu psychischen Problemen und Depression. Ich würde mich allgemein schon als selbstbewusste Person beschreiben. Hinsichtlich meines Körpers bin ich es allerdings überhaupt nicht.

Auch meine Beziehung leidet darunter Tag täglich. Es gibt Phasen, in denen will ich nicht von meinem Freund angefasst werden und nicht, dass er mich ohne Kleidung sieht. So oft frage ich ihn, warum er überhaupt mit mir zusammen ist, obwohl ich doch so hässlich bin. Dann habe ich wiederum Angst, dass er es irgendwann auf jeden Fall so sieht, wenn ich es ihm immer wieder sage. Dazu kommen meine Schmerzen. Wenn er mich berührt, tut es einfach immer so weh.

Neben der Belastung für meine Beziehung habe ich noch einige andere Einschränkungen im Alltag. Der Grund warum ich damals, vor vier Jahren anfing verschiedene Ärzte aufzusuchen, war weil meine Beinschmerzen vor allem abends aufgetreten sind, als ich im Bett lag. Durch die Schmerzen lag ich teilweise jede Nacht drei oder vier Stunden wach im Bett und konnte nicht einschlafen. Fast täglich musste ich nach mehreren Stunden meinen Freund wieder wecken, damit er mir kalte Wickel macht und/ oder meine Beine massiert. Auch heute noch gibt es diese Nächte. Ich leide an Schlafmangel, bin den ganzen Tag müde und schaffe dadurch meine täglichen Aufgaben nicht. Dies führt dazu, dass ich abends unzufrieden und enttäuscht bin und denke, dass ich nicht gut genug bin. Auch körperlich fühle ich mich stark eingeschränkt. Durch das Schweregefühl in meinen Beinen bin ich nach wenigen Treppenstufen so kaputt, dass ich eine Pause machen muss. Beim Fahrradfahren schaffe ich es oftmals nicht den Berg hochzufahren. Insgesamt fühle ich mich einfach so schwer, das kann man denke ich nicht nachvollziehen, wenn man nicht selbst betroffen ist. Ich wünsche mir so sehr, mal einen Handstand oder Kopfstand machen zu können. Aber auch das geht momentan einfach nicht, weil ich meine Beine nicht alleine hochbekomme.

Nun zu meiner Sport- und Ernährungsgeschichte. In den letzten Jahren habe ich wirklich alles versucht. Ich war so verbissen. Habe gehungert und hatte keinen Spaß mehr am Essen. Habe mehrere Fitnessprogramme abgeschlossen und über mehrere Monate durchgezogen. Habe mich an vorgegebene Essenspläne gehalten. Habe mich gezwungen komplett auf Zucker zu verzichten. Habe verschiedene Diäten probiert. Habe Saftkuren versucht. Das alles habe ich auf mich genommen, weil ich mich einfach endlich wohlfühlen wollte in meinem Körper. Aber wissen Sie was? Nichts hat geholfen. Am Oberkörper, speziell am Bauch und an der Taille konnte ich immer relativ schnell Fett verlieren. Auch der Muskelaufbau funktioniert bei mir recht schnell. Aber meine Beine blieben von allem immer unbeeindruckt und wollten kein Gramm Fett, keinen cm Umfang verlieren. Heute mache ich drei Mal die Woche Sport, mache eine Weiterbildung zur zertifizierten veganen Ernährungsberaterin und ernähre mich daher sehr gesund und ausgewogen und mache Intervallfasten. Ich kann also guten Gewissens sagen, ich habe alles versucht und ich versuche es weiterhin. Es liegt nicht an mir. Doch auch, wenn ich das jetzt weiß, habe ich diese Tatsache noch nicht verinnerlicht. Zu tief sind die alten Glaubenssätze verankert und zu groß ist immer noch meine Unsicherheit. Es ist immer noch ein täglicher Kampf, den ich mit mir selbst führe, mich endlich in meinem Körper wohlzufühlen.

Zuletzt möchte ich Ihnen noch erzählen, wie es am Ende zu der Diagnose Lipödem kam und wie ich mich seitdem fühle. Auf die richtige Diagnose musste ich am Ende selbst kommen. Durch Zufall entdeckte ich online ein Video, indem eine Frau genau meine Symptome beschrieb. Als ich mich daraufhin einem Phlebologen vorstellte bekam ich direkt die Diagnose Lipödem. Damals endlich eine Diagnose zu haben, die alle Symptome erklärt war eine große Erleichterung für mich. Zumal ich teilweise nicht einmal wusste, dass einige Dinge Symptome einer Krankheit darstellen. Ich litt jahrelang unter dem Gefühl selbst schuld zu sein immer mehr zuzunehmen. Das Umfeld macht es einem dabei nicht unbedingt leichter. Man bekommt zu hören, dass man einfach mal Sport machen sollte und weniger Kalorien essen. Ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht und an mir selbst gezweifelt. Das Problem am Lipödem ist allerdings, dass die Fettzellen krank sind. Sie reagieren weder auf Sport noch auf Ernährung. Das heißt es war nie meine Schuld, dass meine Beine dicker wurden. Ich konnte überhaupt nichts daran ändern. Man könnte meinen, dass es mir nach der Diagnose nun besser geht, aber tatsächlich hat mich diese wieder sehr aufgewühlt. Die Gefühle, die ich jahrelang versucht habe zu verdrängen sind damit wieder hochgekommen. Ich erwarte nicht, dass sie meine Lage verstehen. Das ist schlichtweg wahrscheinlich gar nicht möglich, wenn man nicht selbst betroffen ist. Ich hoffe nur, dass sie sehen, wie belastend die Situation für mich ist. Nach der Diagnose habe ich mich selbstverständlich ziemlich viel mit der ganzen Thematik beschäftigt. Bis heute nimmt sie einen großen Teil meines Lebens ein.

So jetzt kennen Sie meine Geschichte. Ehrlich gesagt finde ich es sehr schade, dass ich so private Dinge hier offenlegen muss. Die Dinge, die ich hier schreibe, sind mir so unangenehm, dass ich sie niemandem sonst zum Lesen geben werde. Darüber hinaus ist es sehr erniedrigend Fotos in Unterwäsche einer wildfremden Person zu schicken. Aber es scheint notwendig zu sein, nur um am Ende trotzdem eine Ablehnung zu bekommen.

Ich stelle mir meine Zukunft anders vor und das Leben ist meiner Meinung nach zu kurz, um solche Leiden vorsätzlich ertragen zu müssen. Ich bin 24 Jahre alt. Ich bin realistisch, die Kosten für meine Operation werde ich wahrscheinlich nicht von Ihnen übernommen bekommen. Dennoch nehme ich mir die Zeit und schreibe Ihnen diesen Brief, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Aber ich schreibe diesen Brief nicht nur für mich. Ich schreibe ihn auch für alle anderen Betroffenen, vor allem für die, die sich die enormen Kosten für die Operationen nicht leisten können. Aber kann ich mir diese überhaupt leisten? Nein. Für die erste Operation werde ich fast meine kompletten Ersparnisse aufbrauchen müssen. Bei den anderen beiden weiß ich noch nicht, wie ich sie finanzieren kann. Aber das ist unser System: Junge Frauen wie ich müssen all ihr jahrelang erspartes Geld aufbrauchen, weil wir keine Unterstützung bekommen. Danach stehen wir mit nichts da. Seit Wochen habe ich schon Existenzängste und weiß nicht, wie ich diese enormen Kosten stämmen soll. Ist meine Krankenkasse, also Sie, nicht dafür da, mir zu helfen, wenn ich Schmerzen habe? Sind Sie nicht dafür da, mich zu unterstützen, wenn ich verletzt bin? Ich würde mir so sehr wünschen, zu wissen, dass Sie hinter mir stehen und sich ganz besonders dafür einsetzten, dass es mir gut geht. Denn das geht es momentan nicht. Mir geht es nicht gut. Mir geht es seit vielen Jahren nicht gut. Mir wird es noch lange nicht gut gehen. Aber Sie haben die Möglichkeit das zu ändern. Bitte helfen Sie mir.

Liebe Grüße und alles Gute

Sarina Sommerauer“

Zum Abschluss fragst du dich sicher, ob mein Antrag bewilligt wurde. Nein, wurde er leider nicht. Das hatte verschiedenen Gründe, auf die ich eventuell in einem späteren Beitrag näher eingehen werde. Wenn du Fragen hast, wie der Prozess der Antragstellung abläuft, kann ich dir die Beiträge von Steffi alias myrasnöflinga von Herzen sehr empfehlen. Hier kommst du auf ihre Website.

Bis zum nächsten Mal! Alles Liebe und pass auf dich auf!

Deine Sarina

Darüber, wie ich meine Diagnose bekam…

Darüber, wie ich meine Diagnose bekam…

Blogbeitrag #2

So, nachdem du in meinem letzten Beitrag einen Überblick über mich als Person und meinen beruflichen Weg bekommen konntest, möchte ich dir nun meine eigene Krankheitsgeschichte erzählen. Ich will ehrlich sein, diesen Text zu schreiben aber vor allem hier zu teilen war und ist nicht einfach für mich. Ich weiß, dass es wesentlich schlimmere Schicksale gibt als meines und, dass andere Frauen wesentlich mehr unter der Krankheit zu leiden haben/hatten, denn auch ich habe mich natürlich bei meiner eigenen Auseinandersetzung mit meiner Diagnose damals, viel mit den Geschichten anderer Betroffenen auseinandergesetzt. Dabei habe ich von Frauen gelesen, die ihre Diagnose teilweise erst nach 40 Jahren erhalten haben und bei denen das Lipödem mittlerweile mit vielen Neben- und Folgeerkrankungen einhergeht. Aber auch von alleinerziehenden Müttern, die sich eine operative Behandlung beim besten Willen nicht leisten können, auch wenn sie diese schon lange bräuchten und wollen. Neben all diesen traurigen und schlimmen Schicksalen kam mir meine Situation so oft ganz harmlos und unwichtig vor. Lange traute ich mich nicht, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, weil ich mir mit meinen Beschwerden und Sorgen wie ein Witz vorkam und ich Angst hatte, andere würden mich verurteilen. Ich hatte die Angst, dass ich dort Fehl am Platz bin, weil meine Beschwerden nicht schlimm genug seien. Aber wann sind sie eigentlich schlimm genug? Viel zu oft habe ich mir selbst meine Schmerzen und Ängste nicht zugestanden. Aber was ich dabei oft vergessen habe: für mich waren sie sehr schlimm. Wir vergleichen uns viel zu sehr mit anderen. Von klein auf wird uns deutlich gemacht, dass es immer jemanden gibt, dem es schlechter geht als uns. Dadurch wächst in uns die Überzeugung, dass wir unsere Sorgen und Ängste aber auch unsere Schmerzen nicht mehr zulassen dürfen und ihnen keinen Raum geben dürfen. Es wächst die Angst vor Verurteilung durch andere, wenn wir es eben doch tun und unsere Bedürfnisse zulassen und aussprechen. Aber das sollte nicht sein! Wir alle haben das Recht darauf, uns so zu fühlen, wie wir uns eben fühlen, und zwar unabhängig davon, ob es anderen schlechter geht. Lasst uns deshalb versuchen, uns wieder selbst wahrzunehmen und unsere Gefühle zuzulassen. Denn nur wenn wir diese zulassen können wir sie auch loslassen und dadurch erreichen, dass es uns wieder gut geht. Lasst uns uns auch gegenseitig wahrnehmen, uns unterstützen und uns Raum geben für unsere eigenen Geschichten und Erfahrungen. Lasst uns gegenseitig unvoreingenommen und wertfrei begegnen. Lasst uns gegenseitig akzeptieren!

Warum ich meine Geschichte mit dir teile? Zum einen, weil ich dir zeigen möchte, dass wir alle dazu berechtigt sind, unsere Geschichte zu teilen, egal wie schlimm oder nicht schlimm sie im Vergleich zu den Geschichten anderer aussehen mag. Zum anderen finde ich es wichtig, damit du weißt, welche Erfahrungen ich gemacht habe und so mein Verhalten besser nachvollziehen kannst. Außerdem hoffe ich, dass du dich damit verstanden fühlst und merkst, dass du mit deinen Sorgen und Ängsten nicht alleine bist. Vielleicht hast du ja ähnliche Gedanken wie die, die ich eben beschrieben habe oder hast das ein oder andere ähnlich erlebt wie ich. Vielleicht unterscheiden sich unsere Erfahrung auch hier und da. Das alles ist völlig normal und ok. Du musst nicht alles so gefühlt und wahrgenommen haben wie ich und wenn du etwas anderes wahrgenommen hast, dass ich jetzt nicht beschreibe, dann heißt das nicht, dass es keine Berechtigung hat. Teile deine eigenen Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit anderen, wenn du magst. Eventuell wird es in der Zukunft auch eine Rubrik auf diesem Blog für eure Erfahrungsberichte geben. Schreibe mir gerne eine Mail mit dem Betreff >Erfahrungsbericht<, wenn du deine Erfahrungen auf diesem Weg mit anderen teilen möchtest.  

So jetzt aber zu meinen Erfahrungen. Wenn ich mich auf ein Datum festlegen müsste, wann alles begann, dann würde ich sagen irgendwann 2016. Wahrscheinlich liege ich damit aber voll daneben, denn viele Symptome, die ich heute weiß, habe ich lange Zeit gar nicht als solche gesehen. Dazu aber später mehr.

Seit ich mich zurückerinnern kann habe ich meinen Körper als eher stämmig wahrgenommen. Meine Beine waren mir dabei ganz besonders ein Dorn im Auge, denn für mich waren sie schon immer „zu dick“. Nicht unbedingt im Vergleich zu meinem restlichen Körper -das fing erst vor ein paar Jahren an- sondern im Vergleich mit denen von meinen Freunden oder anderen Mädchen, die ich auf der Straße gesehen habe. Rückblickend komme ich mir manchmal echt blöd vor, wenn ich alte Fotos anschaue und mich frage, warum ich mich damals so gefühlt habe, denn im Vergleich zu heute sahen meine Beine damals echt normal und gut aus. Trotzdem mache ich mich dafür nicht schlecht, denn ich habe mich damals so gefühlt und jedes Gefühl hat seine Daseinsberechtigung. Aber so richtig wahrgenommen, das etwas nicht stimmt, habe ich im Jahr 2016. Damals fing es an, dass sich meine Beine abends im Bett komisch angefühlt haben. Das Problem war, dass ich dieses „komische Gefühl“ ganz schwer in Wort fassen konnte. Ich konnte es nicht erklären, konnte meinen Schmerz nicht lokalisieren. Es war einfach komisch, so ein kribbeln, dass immer dann anfing, wenn ich zur Ruhe kam. Oder vielleicht doch, wie wenn meine Beine abgeschnürt wären, wie wenn man Blutabgenommen bekommt. Ich kann nicht sagen, bei wie vielen Ärzten ich über die Jahre war. Von meinem Hausarzt bis zu Neurologen. Keiner konnte mir sagen, was mit mir nicht stimmt. Bis ich nach knapp 4 Jahren der Ärzteodysee ein Erfahrungsbericht über das Lipödem auf Youtube entdeckte. Ich war fassungslos, alle Symptome passten und nicht nur die die ich bis dahin kannte, sondern auch viele weitere die ich gar nicht als solche wahrgenommen hatte. Blaue Flecken? Ja das ist doch normal, dachte ich mir. Und die styroporartigen Knötchen unter der Haut sind halt bei mir so. Auch das sich meine Beine so schwer anfühlten dachte ich sei normal, wenn sie eben dicker sind. Und meine Druckempfindlichkeit? Ja ich bin eben sensibel dachte ich mir. Bis zu diesem Zeitpunkt, an dem ich begriff, dass alles zusammenhängt. Alles ergab plötzlich einen Sinn. Ich war so erleichtert und gleichzeitig unsicher, weil ich noch nichts über diese Krankheit wusste. Die darauffolgenden Wochen kümmerte ich mich um einen Arzttermin für die Diagnoseabklärung -was sich als echte Herausforderung herausstellte, denn leider gibt es nicht viele Ärzte, die darauf spezialisiert sind-, ich las Erfahrungsberichte und eignete mir Wissen an. Ich weiß noch, dass es mir gar nicht gut ging in dieser Zeit. Ich war hin und her gerissen, ob ich nun erleichtert sein soll weil es keine lebensbedrohliche Krankheit ist, ich endlich weiß, was mit mir nicht stimmt, und ich durch eine Operation scheinbar viel verbessern kann. Gleichzeitig war ich mir ja immer noch nicht sicher, ob ich tatsächlich an einem Lipödem leide. Was wenn doch nicht? So schlimm sehen meine Beine ja auch nicht aus… Bilde ich mir alles nur ein? Diese Gedanken wurden nicht unbedingt besser, je mehr Ärzte ich aufsuchte. Ein Hautarzt -zu dem ich musste, um mir eine Überweisung für eine Klinik zu besorgen- ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben. „Also das kann ich mir bei Ihnen nicht vorstellen. Wissen Sie eigentlich wie das aussieht?, fragte er mich während er seine Arme weit auseinander riss um mir aufzuzeigen, dass die Beine betroffener Frauen um einiges dicker seien als meine. Solche Erfahrungen haben mich stark verunsichert. Aber ich blieb dran. Schließlich gibt es ja nicht ohne Grund auch verschiedene Stadien und mir war klar, dass ich kein Stadium 3 habe. Dennoch „explodieren“ die Beine ja nicht über Nacht und auch ein Lipödem im Stadium 1 kann schon sehr schmerzhaft und belastend sein. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube drei Monate nachdem ich dieses Video auf Youtube gesehen habe, bekam ich meine Diagnose: Lipödem im Stadium 1. Aber selbst nach der Diagnose machte ich mir noch Sorgen darüber, ob das wirklich stimmt. Nicht, weil ich dem Arzt nicht traute, sondern weil ich es mir „nicht zugestand“ an einem Lipödem zu leiden, wenn es doch noch nicht „so schlimm“ ist. Ich versuchte also mir eine Zweitmeinung einzuholen, doch leider fand ich keinen Arzt mehr, der darauf spezialisiert ist. Ich weiß nicht, ob ich mich besonders doof bei der Suche angestellt habe, aber es fiel mir wirklich schwer, einen Überblick zu bekommen. Dazu kam, dass mittlerweile Ende Oktober war und wir unsere geplante Weltreise (siehe Blogbeitrag „Darüber, wer ich eigentlich bin…“) bereits Anfang Dezember starten würden. Ich versuchte also die Diagnose anzunehmen und damit umzugehen. Das einzige was ich zu dieser Zeit machen konnte, war mir Strumpfhosen zu besorgen, um unterwegs die Hoffnung auf Schmerzlinderung zu haben.

Zu meiner Zeit auf Reisen gibt es nicht viel zu sagen. Ich quälte mich fast täglich in die Kompressionsstrumpfhosen und ertrug die Hitze -wir waren in Südamerika. Unsere Reise mussten wir dank der weltweiten Pandemie vorzeitig -nach nur drei statt 12 Monaten- abbrechen. Das einzig positive daran war, dass ich meine gewünschten Operationen nach vorne verlegen konnte. Warum ich mich überhaupt für die operative Behandlung entschied, möchte ich in einem der nächsten Beiträge schreiben, denn dieser ist jetzt schon viel länger geworden als ich dachte. Falls du noch mehr über meine Lipödemgeschichte lesen möchtest, dann schau hier in meinem nächsten Beitrag vorbei. Ich habe mich nämlich dazu entschieden, auch meinen Antrag auf Kostenübernahme der Liposuktionen bei meiner Krankenkasse mit dir zu teilen. Ich erhoffe mir davon, dir schonmal ein bisschen die Angst zu nehmen falls du in der Zukunft selbst einen eigenen Antrag an deine Krankenkasse stellen möchtest. Außerdem wirst du dort nochmal einen sehr guten Einblick in meine Gefühlslage bekommen.

Bis dahin! Alles Liebe und pass auf dich auf!

Deine Sarina

Darüber, wer ich eigentlich bin…

Darüber, wer ich eigentlich bin…

Blogbeitrag #1

Hallo, mein Name ist Sarina. Schon als Kind habe ich meine Zeit am liebsten mit kreativen Tätigkeiten wie malen und basteln verbracht. Aber auch das Wohl anderer Menschen lag mir schon immer am Herzen. Es war daher für niemandem in meinem Umfeld eine Überraschung, als ich mich nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr im Altenheim für ein Kunsttherapiestudium entschied. Nachdem ich zu Beginn des Studiums von den Ursachen und Ausprägungen verschiedener Krankheitsbilder fasziniert war, entdeckte ich gegen Mitte meines Studiums den Coachingbereich für mich. Kurz vor Ende meines Studiums erhielt ich dann -nach über drei Jahren Ungewissheit- die Diagnose Lipödem. Ein Jahr später, im Sommer 2020, hatte ich zum ersten Mal den Gedanken, meine Berufung mit meiner persönlichen Geschichte zu verbinden und mich mit kunsttherapeutischem Coaching für Lipödempatient*innen selbstständig zu machen. Wieder ein Jahr ist seitdem vergangen. Ein Jahr, indem ich viermal operiert wurde, darunter drei Liposuktionen und eine wegen Endometriose. Ein Jahr, indem ich viel Kraft für mich gebraucht habe. Jetzt, im Sommer 2021, bin ich bereit, meine Kraft an andere weiterzugeben. Ich möchte ohne Umwege meiner Leidenschaft nachgehen und mein Wissen weiter geben. Anderen Menschen zu helfen, einen guten Umgang mit ihrer Krankheit Lipödem zu finden, liegt mir dabei ganz besonders am Herzen.

Es fällt mir sehr schwer diesem Beitrag zu schreiben und ehrlich gesagt fange jetzt schon das dritte Mal von vorne an. So ein erster Beitrag ist aber auch einfach etwas Besonderes und ich möchte nichts vergessen. Es ist mir sehr wichtig, dass sich das Ergebnis nachher richtig anfühlt und dass dieser Beitrag am Ende das aussagt, was ich aussagen möchte. Momentan scheint das eine unlösbare Aufgabe zu sein, zumal ich eben noch gar nicht genau weiß, was ich aussagen möchte. Wie beschreibt man denn überhaupt das bisherige Leben eines Menschen in einem Blogbeitrag? Wie schafft man es, das Wesen einer Person in so wenigen Worten zu skizzieren? Ich stehe an einem wichtigen Punkt in meinem Leben und zugleich an der Startlinie zu einem neuen Lebensabschnitt. Ich habe mir viel vorgenommen und meine Visionen sind groß. Aber wie man so schön sagt, jeder hat mal klein angefangen. Oder noch besser: aller Anfang ist schwer. Genau das trifft gerade sehr gut zu. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen Blog starten werde. Und nun sitze ich hier, vor meinem Laptop und verfasse meinen ersten Beitrag. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen Blog starten werde, weil mir schreiben eigentlich gar keinen Spaß macht. Doch man soll seine Komfortzone von Zeit zu Zeit verlassen habe ich gehört. Außerdem denke ich, dass ich nicht ganz so schlecht darin bin, auch wenn meine Deutschlehrerin in der Oberstufe anderer Meinung war. Ich möchte einen Blog starten, weil ich viel zu sagen habe, weil ich sehr viel in meinem Kopf habe, dass seinen Weg nach draußen sucht und weil ich hoffe, dass ich mit meinen Beiträgen anderen Menschen helfen kann. Ich möchte von meinen eigenen Erfahrungen berichten und Wissen in die Welt tragen, um es so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Ich möchte auf meiner Seite einen Informationspool rund um die Themen Kunsttherapie und Lipödem aufbauen, der hoffentlich in der Zukunft eine übersichtliche Anlaufstelle sein kann. Erwarte von mir allerdings bitte nicht wöchentliche Veröffentlichungen, denn die wird es nicht geben. Ich möchte schreiben, wenn es mich in den Fingern kitzelt – und das wird wahrscheinlich nicht regelmäßig der Fall sein. So komplett uneigennützig ist dieser Blog aber auch nicht. Wie du weißt, habe ich mir zum Ziel gesetzt, Kunsttherapie für Lipödempatient*innen anzubieten. Ich starte diesen Blog also unter anderem auch, um dir mit meinen Beiträgen zu zeigen wer ich bin. Ich möchte, dass du mich ein Stück weit kennenlernen, einschätzen und dir ein (hoffentlich) positives Bild von mir aufbauen kannst. Das soll dir wiederum die Entscheidung leichter machen gegebenenfalls mit mir Kontakt aufzunehmen, wenn du dir eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen kannst. Aber jetzt nochmal ganz von vorne:

Für meine Eltern war schon früh klar, dass mein Beruf später etwas mit Kunst zu tun haben wird, denn als kleiner „Stubenhocker“ habe ich mich schon seit ich denken kann gerne künstlerisch ausgetobt und ganz viel gebastelt und gemalt. Von meiner Familie wurde ich dabei immer unterstützt, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Was gibt es sonst noch über mich zu sagen? Ich liebe Struktur, Ordnung und Planung -das habe ich bestimmt von meinem Vater- und ebenso spontane Ideen. Außerdem war ich schon als Kind sehr willensstark und konnte für mich und meine Überzeugungen eintreten. Gleichzeitig war ich schon immer sehr sensibel. Frühere Freunde von mir  würden mich allerdings wahrscheinlich alle eher als taff und stark beschreiben. Nur wenige wissen, wie sensibel ich bin und wie viele Gedanken ich mir über mein eigenes Verhalten und dessen Auswirkungen auf die Gefühle anderer mache. Ich habe lieber nur wenige richtige Freunde, als viele oberflächliche Bekanntschaften. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass meine Freunde immer für mich da sein werden und dass ich bei ihnen sein kann, wer ich bin. Gleichzeitig würde ich alles tun, dass es ihnen gut geht. Du merkst, eine intensive und enge Verbindung zu meiner Familie und meinen Freunden ist mir sehr wichtig. Dabei ist für mich auch kein ausschlaggebendes Kriterium, wie oft wir Kontakt haben, denn wenn wir uns sehen, fühlt es sich immer so an, als wäre keine Zeit vergangen. Zwei dieser tollen Menschen habe ich während meinem Studium kennengelernt. Auch, wenn meinen Eltern und meiner Oma schon früh klar war, dass die Kunst mal eine Rolle in meinem Beruf spielen wird, wusste ich nach meinem Abi nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Ich habe mich daher kurz vor knapp erstmal für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim in der Nähe entschieden. Rückblickend eine sehr gute Entscheidung, auch wenn diese Zeit mental und körperlich sehr anstrengend für mich war, denn in dieser Zeit habe ich eines Tages -ich weiß wirklich nicht mehr wie und wo- von Kunsttherapie erfahren. Einem Studiengang, der sowohl den sozialen Aspekt, als auch den künstlerischen gleichermaßen abdeckt.

Heute bin ich Kunsttherapeutin, denn mein vierjähriges Studium an der HfWU in Nürtingen (ehemals Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen) habe ich Ende 2019 abgeschlossen. Diese vier Jahre waren die wohl intensivsten Jahre in meinem bisherigen Leben. Falls du jetzt noch nie was von Kunsttherapie gehört hast, dann schau doch als nächstes gerne in diesem Blogbeitrag vorbei. Dort erkläre ich dir alle wichtigen Details, über die Herkunft der Kunsttherapie bis hin zu ihren Potentialen. Nach meinem Studium Ende 2019 wollten wir dann erst einmal los und die Welt bereisen. Ein Jahr hatte ich mir mit meinem Freund dafür Zeit genommen. Du kannst dir wahrscheinlich schon vorstellen was jetzt kommt. Richtig, es kam natürlich anders als wir es erwartet haben -ehrlich gesagt anders als es die ganze Welt erwartet hat- denn Anfang 2020 begann sich durch die weltweite Pandemie unser aller Leben zu verändern. Wir waren gerade einmal 3 Monate unterwegs -wir hatten bisher Cuba, Kolumbien, Ecuador und teilweise Peru bereist- als wir in Lima in Quarantäne mussten. Ich mach es kurz und knapp: uns ging es sehr gut –nicht wie es anderen in Südamerika zu gehen schien, wenn man in die Nachrichten blickte- und nach zwei Wochen konnten wir mit der britischen Botschaft zurück nach London und dann nach Deutschland fliegen. Allerdings standen wir dort erstmal vor dem nichts. Wir hatten unsere Wohnung eigentlich noch bis Ende Oktober zwischenvermietet -konnten aber zum Glück bei unserer Familie unterkommen- und hatten keinen Job. Nach ein paar Wochen, in denen wir erstmal das Erlebte verarbeitet haben und uns wieder in Deutschland eingelebt hatten, kam mir ganz klein im Hinterkopf eine Idee. Sie war noch nicht richtig durchdacht und schon gar nicht ausgereift, aber sie fühlte sich zu 100% richtig an. Bereits während meinem Studium wurde mir klar, dass ich nicht in einer psychischen oder pädagogischen Institution arbeiten möchte, sondern Coaching das Richtige für mich ist. Es ermöglicht mir, selbstständig tätig zu sein und meine Angebote dadurch genau nach meinen Vorstellungen und dem tatsächlichen Bedarf meiner Klient*innen zu gestalten. Mein Thema ergab sich allerdings erst, als ich kurz davor war mein Studium abzuschließen.

Und nun beginnt meine zweite Geschichte. Sie begann allerdings schon um einiges früher. Irgendwann im Jahr 2016 würde ich jetzt mal sagen, aber so ganz genau kann ich es nicht sagen. Die Rede ist von meiner Lipödemgeschichte. Wie alles begann, wann ich die ersten Symptome hatte -oder zumindest die ersten die ich bewusst wahrgenommen habe- wann ich meine Diagnose bekam, welche Gefühle ich hatte und wieso ich mich am Ende für mehrere Operationen entschieden habe. Das alles möchte ich in meinen nächsten Beiträgen behandeln. Wir sehen uns also hoffentlich bald wieder.

Bis dahin! Alles Liebe und pass auf dich auf!

Deine Sarina